Ein Tag zum Streichen
Alltagsstory

Ein Tag zum Streichen

29.05.2020

Der heutige Tag war sehr schwierig, eigentlich war er so schlimm das ich ihn am liebsten Streichen würde. Nichts hat funktioniert, nichts hat geklappt und überall habe ich nach meiner Motivation gesucht und Sie nirgends gefunden.

Es lag nicht mal an Henry, dass er irgendwie anstrengend war, aber meine Stimmung war heute irgendwie so kurz vorm Explodieren. Da ist jedes Wort zu viel jedes Gemecker von Henry zu viel solange bis ich am liebsten Durchdrehen würde. Oder einmal laut alles rausschreien. Aber du schreist ja nicht, wenn dein Kind mit im Zimmer ist.

Bei mir hat sich das den Tag über so aufgebauscht das ich dann, als Henry absolut kein Mittagschlaf machen wollte ihn am Handy spiele lassen hab und geweint habe. Ich habe geweint, weil mir alles zu viel war, weil ich mich mit allem alleine gelassen gefühlt habe. Dann war ich so kaputt, dass ich meine Mutter angerufen habe und Sie gebeten habe mich am Nachmittag abzuholen. Da ich ein paar Stunden für mich brauche so ganz ohne Kind. Eine Option, die ich eigentlich nie will aber in diesem Moment war es die beste Option einfach raus.

Nachdem ich mich aber ausgeweint hatte und Henry dann vom Handy lieber wieder zu seinen Spielsachen gewechselt hat und dann ganz friedlich und allein in seinem Zimmer gespielt hat, konnte ich mich wieder beruhigen. Und ich dachte darüber nach, was jetzt der Auslöser war, warum ich so gestresst, bzw. gereizt war es gibt dafür gerade mehrere Gründe aber ich darf und ich will das dann nicht an Henry auslassen also versuche ich alles bestmöglich hinzubekommen. Also habe ich mich wieder beruhigt und mit Henry gespielt dann habe ich meine Mama angerufen und ihr gesagt, dass Sie mich nicht abzuholen braucht. Ich bekomm das hin.

Mache ich alles falsch?

Manchmal habe ich einfach das Gefühl, das ich alles falsch mache. Das ich ihn zu viel machen lass. Manchmal ist es auch einfach zu viel jeden Tag 24h Kind. Und ich könnte es mir ja einfacher machen und ihn öfters zu den Großeltern abgeben. Aber ich will das einfach nicht. Nicht weil er dort nicht gut aufgehoben wäre, sondern weil ich es nicht will. Wenn ich ihn zu den Großeltern abgebe, dann geht das von mir aus und ich fühle dann, ok jetzt geht das für mich klar. Wenn die Großeltern andauernd Fragen sollen wir auf Henry aufpassen. Dann kann ich das nicht. Ich finde das auch nicht schlimm andere Mögen vielleicht sagen ich steh mir selbst im Weg und das tue ich vielleicht auch aber ich werde mein Kind nur dann abgeben, wenn es sich für mich richtig anfühlt.

Bitte bekommt jetzt auch nicht den Eindruck, das ich total am Ende bin und Hilfe brauche. Solche Tage gibt es selten aber es gehört eben auch dazu, das man als Mutter mal an seine Grenzen kommt und nicht mehr kann und jeder geht damit anders um sowie es für ihn richtig ist. Wichtig ist, das das Kind nicht leidet, den Kinder merken es, wenn es dir schlecht geht.

Für mich war das einfach ein schlechter Tag, den ich am liebsten Streichen würde. Aber nachdem mein Kind lächelnd zu mir kommt und mir einen Kuss gibt, ist das meiste eh wieder vergessen.

Wollt ihr eine Positive Story lesen schaut hier https://tschusens.de/so-ein-schoener-tag/

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