1. Schwangerschaft

Mein Sternenkind

Ich habe euch ja bereits in einigen Beiträgen von meiner Fehlgeburt erzählt. Und was ich gefühlt habe und wie ich damit umgegangen bin. Ein Aspekt, den ich bisher außen vor gelassen habe ist, dass ich schon recht früh eine Erinnerung für das Baby haben wollte. Irgendetwas, das beweist, dass es das Baby wirklich gegeben hat. Den in diesem Stadium hatte ich sonst nichts außer den Mutterpass, kein Bild gar nichts. Ich fand es schade, dass es einfach so verschwinden sollte. Ohne das irgend eine Erinnerung bleibt.

Weil es mir wichtig war, eine Erinnerung zu haben, habe ich einen Herzanhänger mit dem Datum gravieren lassen. Wir haben das Befruchtungsdatum genommen. Weil ich zu diesem Zeitpunkt dachte, wenn ich das Datum der Fehlgeburt nehme, das es mich zu sehr schmerzt.

Jedenfalls habe ich jetzt erst durch ein trauriges Ereignis, davon erfahren das man die Sternenkinder, auch wenn Sie in der Frühschwangerschaft abgegangen sind, beim Standesamt eintragen lassen kann und dann eine Urkunde über das Kind erhält. Als ich davon gehört habe, wusste ich sofort, das will ich machen, das ist genau das, wonach ich die ganze Zeit gesucht habe. Jede Familie hat ihr Familienstammbuch und da sind alle Familienmitglieder Heiratsurkunde etc. enthalten und jetzt konnte auch unser Sternenkind da rein. Damit gehört es zu unserer Familie.

Sofort nahm ich Kontakt mit unserem Standesamt auf und besorgte alle Unterlagen. Man darf dem Sternenkind sogar einen Namen geben, auch wenn man noch nicht mal wusste, was es wird. Wir haben uns sofort für Hope entschieden das war unser Name, wenn es ein Mädchen werden sollte. Hope die Hoffnung für uns das nun endlich unser Traum wahr wird.

Hope so bedeutungsvoll

Auch gibt es die Möglichkeit, die Sternenkinder bei einer gemeinsamen Sternenkindertrauerfeier zu beerdigen (Variiert von Stadt zu Stadt). Diese Möglichkeit habe ich mir auch überlegt aber festgestellt, dass ich das für mich nicht brauche.

Ich bin sehr traurig darüber, dass ich nicht früher Bescheid wusste, dass es diese Möglichkeiten gibt. Es macht mich wütend, das keiner der Ärzte jemals erwähnt hat, dass es diese Möglichkeit gibt. Ich weiß natürlich nicht, ob die Ärzte davon auch nichts wissen oder warum das nicht kommuniziert wird. Damals hatte ich jedenfalls das Gefühl, man wird mit seiner Trauer völlig alleine gelassen. Ich hatte damals zwar noch durch meine Hebamme die Möglichkeit bekommen, dass es eine extra Hebamme für genau solche Fälle gibt aber zu diesem Zeitpunkt dachte ich, ich brauche das nicht. Rückblickend würde ich sagen, hätte ich mir zumindest mal anhören können.

Aber jetzt bin ich einfach nur froh, dass ich es jetzt schwarz auf weiß mit Stempel der Stadt habe. Das unser kleines Sternenkind Hope unser 1. Baby war.

Unten habe ich euch noch die Links dazu aufgeführt. Und welche Unterlagen ihr benötigt erfragt ihr am besten bei eurem Standesamt.

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/sternenkinder/75368

https://www.bestattungen.de/ratgeber/trauerhilfe/sternenkinder.html

https://tschusens.de/meine-fehlgeburt-teil1/

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