2. Schwangerschaft Mukoviszidose

Schwanger mit CF

Wie ist es schwanger zu sein mit einer solch schweren Krankheit? Das ist die Frage die sich so viele Stellen und auch ich habe mir diese Frage gestellt und ich habe mit allem gerechnet aber nicht mit dem, was dann passiert ist. (Positive Überraschung)

Als ich von meiner Schwangerschaft erfahren habe, war ich überglücklich. In diesem Moment habe ich nur pures Glück und Freude empfunden. Ich hatte in diesem Moment keine Sorge oder Ängste wie das alles werden wird. Ich habe einfach auf mich und meinen Körper vertraut.

Übelkeit und Schwindel

Die ersten Wochen der Schwangerschaft waren ganz klassisch voll von Übelkeit und Schwindel. Das begann so ab der 7. Woche, jeden Tag hatte ich mit Übelkeit, Übergeben und Schwindel zu kämpfen. Das war wirklich anstrengend. Wobei das auch für normale Schwangere anstrengend ist also kein extra ding wegen der Mukoviszidose. Die Übelkeit hatte ich meist morgens, den Schwindel tagsüber immer mal wieder. Das ging bis zur 12 Woche so. Ich konnte auch nicht glauben, dass es nach der 12. Woche einfach aufhört, aber es war tatsächlich so. Ab der 10. Woche wurde es weniger, ab Woche 13 war es dann ganz weg.

Und von da an lief die Schwangerschaft fast ohne Komplikation. Zu Beginn der Schwangerschaft hatte ich auch einen Termin in der Mukoviszidose Ambulanz, hier sollte ich jetzt auch öfters zur Kontrolle erscheinen. Ich fühlte mich gut und hatte einen guten FEV1 Wert es war alles bestens. Die ganzen nächsten Wochen liefen ohne Probleme und Einschränkungen ich bin Vollzeit arbeiten gegangen und wartete darauf das mein Bauch endlich wachsen würde.

Schwangerschaftsdiabetes

Relativ früh in der Schwangerschaft bin ich zu einer Diabetologin. Da mein Zuckerwert beim Glukosetest immer am Grenzwert nah dran ist, das ging seit einigen Jahren so. Bei der Mukoviszidose ist Diabetes eine Nebenerkrankung und damit das früh erkannt wird, wird einmal im Jahr ein Glukosetest gemacht. Ich bin dann zur Diabetologin, um das Abklären zu lassen (Dieses Thema ist so groß, da schreibe ich euch einen Extrabeitrag) jedenfalls hatte ich dann einen Schwangerschaftsdiabetes und musste mir Insulin spritzen und meine Ernährung umstellen. Die Sache mit dem Schwangerschaftsdiabetes war eigentlich das größte Problem und am nervigsten von allem.

Erst im 7. Monat begann mein Bauch so zu wachsen, dass man etwas sehen konnte. Auch wenn das nicht viel war, ich war richtig stolz endlich meinen Babybauch präsentieren zu können. Mir ging es bis dato immer noch sehr gut und ich hatte keinerlei Einschränkungen. Es war auch bei den regelmäßigen Besuchen in der Mukoviszidose Ambulanz alles in Ordnung. Ich genoss die Schwangerschaft und freute mich auf das Baby. Ich machte mir Gedanken über die Geburt und wie sich das Leben mit Baby wohl verändern würde. Alles war bestens.

Dann ende November auf einem Geburtstag, holte ich mir einen Grippalen Infekt, mir ging es dann schlecht, weil ich eben Grippe hatte. Aber dem Baby ging es gut und ich brauchte keine Antibiotika oder Ähnliches aber der Infekt schlauchte mich schon etwas, ich war nicht mehr so fit, alles war anstrengend. Klar es ging auf das Ende der Schwangerschaft hinzu, das kam dann auch noch dazu. Ich habe dann durch den Infekt leider abgenommen und meine Lungenfunktion wurde auch etwas schlechter, ca. 3-4 % also das Ende war daher anstrengend.

Termin in der Geburtsklinik

Anfang Dezember hatte ich auch den ersten Termin in der Geburtsklinik, die ich mir ausgesucht hatte. Da wir nicht wussten, wie sich die Mukoviszidose auf die Geburt auswirkt. Und was da auf uns zukommt, sollten wir schon früh mit den Ärzten die Möglichkeiten besprechen. Wir besprachen mit der Ärztin die verschiedenen Möglichkeiten aber sie riet mir auch zur natürlichen Geburt, das hatte ich auch geplant. Im Notfall wäre ein Kaiserschnitt sowieso jederzeit möglich. Wir besprachen noch die weiteren Möglichkeiten, die es gibt wenn die Geburt zu anstrengend werden würden. PDA, Lachgas, Sauerstoff etc. Ich hatte nachdem Gespräch ein wirklich gutes Gefühl und da ja alles aufgenommen wurde. Wusste ich das jeder Arzt/Ärztin die im Dienst wäre darauf zugreifen konnte.

Die Tage vor der Geburt ging es mir echt nicht gut. Ich war müde und schlapp und merkte einfach, dass ich im Moment nur ruhe brauchte. Ich legte mich oft hin und ruhte mich aus. Eigentlich hätte ich schon längst mit den Weihnachtsvorbereitungen beginnen müssen, aber dafür hatte ich keinen Nerv. Ich habe es immer aufgeschoben. Und dann war der Tag gekommen ganz überraschen und 4 Wochen zu früh erblickte unser kleines Wunder das Licht der Welt (Geburtsbericht)

Fazit: Positive Schwangerschaft

Also die Schwangerschaft verlief bis auf den Schwangerschaftsdiabetes problemlos und war wunderschön. Ich hatte keine Probleme mit Luftbekommen oder Kurzatmigkeit natürlich auch dem geschuldet das ich einen ganz kleinen Babybauch nur hatte. Von daher lief alles prima und es war eine tolle Erfahrung ich bin froh das ich so eine positive Erfahrung machen konnte. Und freue mich auf die nächste Schwangerschaft, falls es eine gibt.

https://www.muko.info/ueber-den-verein/arbeitskreise/ak-ernaehrung/ernaehrungstherapie-bei-mukoviszidose/diabetes

https://www.diabinfo.de/leben/schwangerschaftsdiabetes.html

https://tschusens.de/mukoviszidose-und-ich/

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